Anfrage zu den gesetzlichen Bestimmungen PMR446 und Free149 MHz
#1

Hallo zusammen
Vor ein paar Wochen habe ich eine Anfrage zu den gesetzlichen Bedingungen bezüglich PMR446 und Freenet 149 MHz an die Bnetza gestellt.
Hier nun der E-Mail Verlauf mit den Fragen und Antworten für euch zum Nachlesen. Die Bundesnetzagentur vernimmt auch deutliche Kritik von mir an den Bedingungen die deutlich besser sein könnten.

Wir werden sehen vielleicht tut sich doch noch etwas das wir sagen können ja PMR446 und Freenetfunk 149 macht für uns Hobby-Funker Sinn.

Nun aber zum Schriftverkehr zwischen der Bnetza und mir.


Gesendet: Montag, 6. April 2020 13:32
An: 225a
Betreff: PMR446 und Freenetfunk 149


Gummersbach 06.04.2020

PMR446 und Freenetfunk 149 Mhz

Korrektur Text 13:24



Sehr geehrter Herr...


sehr oft Diskutiere ich mit Funkkollegen über Sinn und Zweck des PMR446 und Freenetfunk 149 MHz im Hobby-Funk, für mich ist eben der Klassische Hobby-Funk der CB Funk 26/27 MHz im 11 Meter Band und damit die Königsklasse und bleibt es auch!!.

Es ist keine Fragen, das PMR446 und Freenetfunk 149 MHz, ganz klar im Kurzstrecken Funk als Privat Kommunikation oder Semi professionellen Bereich wie Baustellen Veranstaltungen Streckenposten etc. ihre Existenz Berechtigung haben.

Dennoch habe ich ein paar Frage, für den ein oder anderen Kollegen zusammengestellt, die ja den PMR446 und Freenetfunk 149 MHz auch als Hobby-Funk bzw. zusätzlichen Hobby Funk sehen, auch wenn ich das persönlich so nicht teilen kann.


Zunächst zum PMR446

1. ist im PMR446 eine Gateways Anbindung erlaubt oder werden sie erlaubt wenn nicht ?

2. sind Feststationen denkbar mit Hochantennen?

3. mehr Leistung als 0,5 Watt ERP möglich ?


Zum Freenetfunk 149 MHz

1. Gateways sind ja geduldet, werden sie auch irgendwann offiziell erlaubt?

2. Sind externe Antenne Hochantennen erlaubt,

da meistens Geräte mit EN300 296 Zertifiziert.

3. sind mehr Leistung als 1 Watt ERP und Feststationen denkbar.?



Ich Danke ihnen für die Beantwortung im voraus

Bleiben Sie Gesund



Mit freundlichen Grüßen

....
Rufzeichen

13HN516

Antwort Bnetza!!

Subject: WG: PMR446 und Freenetfunk 149 Vg. 151/2020

Sehr geehrter...

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sogenannte Gateways, also Software zum Verbinden von Funkgeräten über Audio- Schnittstellen mit dem Internet, waren und sind weder verboten noch ausdrücklich erlaubt. Derartige Verbindungen sind nicht Gegenstand der Frequenzregulierung und nach dem Telekommunikationsgesetz (TKG) grundsätzlich nicht zu beanstanden, immer vorausgesetzt, dass die genutzten Funkgeräte nicht derartig verändert werden, dass die Herstellerkonformitätserklärung unwirksam wird (§ 60 Abs. 1 S. 3 TKG ), oder durch unsachgemäße Handhabung bzw. technische Fehler nicht zuteilungskonforme funktechnische Ereignisse, wie z.B. Daueraussendungen, produziert werden.

Die in den Allgemeinzuteilungen abgebildeten maximalen Strahlungsleistungen von 0,5 bzw. 1 Watt sind jeweils verbindlich.

Auch Antennen spielen in den beiden Allgemeinzuteilungen keine Rolle. Damit können im Grunde abgesetzte Antennen verwendet werden, wenn sie, etwa über werkseitig vorgesehene Konnektoren, angebaut werden können, die maximal zulässige Strahlungsleistung nicht überschritten wird und, wie oben geschildert, der § 60 des TKG berücksichtigt wird. Der Verweis darauf findet sich jeweils unter Hinweis 2 der Allgemeinzuteilungen.

Mit diesem Hinweis wird eine Verknüpfung mit dem Funkanlagengesetz (FuAG) hergestellt, nach dem nur bestimmungsgemäß in Verkehr gebrachte Geräte benutzt werden dürfen.

Die Europäisch Harmonisierte Norm EN 300 296 bezieht sich ausdrücklich auf Geräte mit integrierten Antennen (Radio equipment using integral antennas...), was eine Nutzung von abgesetzten Antennen ("Hochantennen schon durch den Titel ausschließen dürfte.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag


--Ursprüngliche Nachricht-----
Betreff: Re: PMR446 und Freenetfunk 149 Vg. 151/2020

Meine Antwort

Sehr geehrter Herr...


vielen Dank für ihre Antwort, entschuldigen sie bitte meine verspätete Rückmeldungen, mit weiteren Fragen, da ich aus Familiären Privaten Gründen jetzt erst dazu gekommen bin.


Nun ist es genau das Problem das die EN 300 296 in den meisten Fällen bei Freenet 149 und PMR446 Funkgeräte angewandt wird, welche Antennen Konnectoren ausschließt. (Bei Duobänder 446/149 Mhz oder reinen PMR446 sind jedoch immer Vorschrift mäßige verklebte Antennen mit den SMA Buchsen vorzufinden!!!) Bei den von ihnen erwähnten Funkgerät mit Werkseitig verbauten Antennen Konnectoren, dürfte dann demnach aber nicht die EN300 296 Norm in der Konformitätserklärung zugrunde gelegt sein.

Welche Norm müsste angewendet werden um werkseitige Konnectoren zu erlauben.


Die 500 mw ERP bzw 1 Watt sind einzuhalten, versteht sich von alleine, ist eine Erhöhung auf bis zu 2-6 Watt ERP denkbar, um dem ganzen einen Sinn zu geben.

Im Vergleich zu 446 und 149 Mhz, hat sich in den insgesamt 45 Jahren Bestehen des 11 Meter Band (CB Funk klassisch 26/27 MHz ) schon im ersten Jahrzehnt bis heute sehr viel zur Aufwertung Liberalisiert verändert, was ich in den ca 20 Jahren PMR446 und Freenetfunk 149 leider nicht erkennen kann.


Vielen Dank im voraus

Mit freundlichen Grüßen

.....
Rufzeichen
13HN516

Antwort der Bnetza

Sehr geehrter Herr....

die Auswahl der angewandte Technik obliegt einzig und allein den entsprechenden Marktakteuren, die sich sicherlich an den Bedürfnisse des Marktes und den regulatorischen Rahmenbedingungen orientieren. Das bedeutet im Wesentlichen, dass die Parameter der gemäß Richtlinie 2014/53/EU bzw. des Funkanlagengesetzes (FuAG) verabschiedeten harmonisierten Normen zu Grunde gelegt werden müssen. In den Hinweisen der beiden Allgemeinzuteilungen sind beispielhaft einige Normen aufgeführt.

Mit Ihrer Bemerkung " Die 500 mw ERP bzw 1 Watt sind einzuhalten, versteht sich von alleine, ist eine Erhöhung auf bis zu 2-6 Watt ERP denkbar, um dem ganzen einen Sinn zu geben" weiß ich nicht umzugehen. Handelt es sich dabei um eine Feststellung, einen Vorschlag oder eine Kritik? Fest steht, dass die beiden Leistungsgrenzwerte bis auf Weiteres bestand haben. Die Werte beruhen auf umfangreichen Verträglichkeitsbetrachtungen, im Fall des PMR 446 liegt darüber hinaus ein Beschluss der Europäischen Kommission vor.

Mit freundlichen Grüßen
.....

Meine Antwort

Sehr geehrter Herr...
Die Bemerkung auf eine mögliche Erhöhung der Leistung auf 2-6 Watt ERP (offiziellen Weges), ist ein Vorschlag und aucht etwas gut gemeinte Kritik zugleich von mir. Im Praxistest hat sich in nicht exponierter Höhe gezeigt, das die Reichweite sehr sehr unterdurchschnittlich ist, das betrifft PMR446 MHz genauso wie Freenet 149 MHz.
In einem zweiten Test habe ich vom Speicher der Dachgeschoss Wohnung sowie im freien versucht eine Verbindung zu einem Freenet 149 Mhz Gateway herzustellen Entfernung 1,8 KM Luftlinie, was Fehlgeschlagen ist, wobei dieses noch etwas exponiert höher liegt für die Verhältnisse des Oberbergische Landes Gummersbach NRW.
Als technische Anmerkung 1 S Stufe mehr beim Empfänger, bedarf der 4 fachen Leistung beim Sender.
Es ist unabdingbar die Leistung zu erhöhen sowie Festation zu erlauben.
Mit freundlichen Grüßen

....

13HN516




Edit


Namen und E Mail Adresse nach Hinweis eines Funkkollegen, soeben entfernt (Grund DSGVO) Text jedoch ansonsten Original aus dem E Mail Schriftverkehr 1 zu 1 ins Forum übertragen

Funke im 11 Meter Band seit 1987
:wave: Ein Fataler Irrtum auf Grund eines Herstellers ließ mich falsche Schlüsse zu einer Guten Sache ziehen, daher auch
auf PMR446 und Freenetfunk 149Mhz
testweise 433/434 Mhz
Geboren in Heidelberg am schönen Neckar
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#2

Hallo,

sehr spannender Briefwechsel. Vielen Dank dafür. Die BNetzA muss / will sich an die EN 300296 halten, die enge Grenzen setzt. Vermutlich müsste Deutschland einen "Alleingang" wagen, dem sich dann die anderen Länder (früher oder später) anschließen würden.

73 & 55 (Gruss)
Henning Gajek
CB: Bad Dürkheim 23 / Bravo Delta 23 / 13HN23
QRV seit 1977
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#3

Hallo
Anscheinend sind die Kollegen so daran interessiert, was zu ändern das sich nichts ändert, dann lassen wir es einfach und 446 und 149 bleibt weiterhin was es ist Spielzeug.

Thema für mich beendet
Ich brauche es nicht unbedingt, da ich ja im11 Meter Band funke.
73&55 Peter

Funke im 11 Meter Band seit 1987
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#4

Hallo Peter,

wir bleiben da dran. In vielen Städten ist Funken auf 27 MHz eine Quälerei, weil Elektronik aller Art (PLC, Plasma-Fernseher, Heizungen, Computer) stört wie blöd. Kann man schon im Auto merken, wenn man von außen in eine Stadt/Gemeinde/Dorf rein fährt.

Wenn wir (wieder) einen CB-Funk als soziales Funk-Netz-Telefon wollen, müssen wir eine Alternative schaffen.

In vielen Regionen wird heute schon auf Freenet oder PMR mit 0,5 oder 5 oder noch mehr Watt gefunkt, Vorschriften hin oder her.

Das mögen die Leute "cool" finden, ich finde, dafür muss es eine sichere Rechtsgrundlage geben.

73 & 55 (Gruss)
Henning Gajek
CB: Bad Dürkheim 23 / Bravo Delta 23 / 13HN23
QRV seit 1977
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#5

Halo Henning
Trotz alledem dürfen wir das gut das war haben , namentlich das 11 Meter Band nicht vergessen und gegen PLC Störungen usw. kämpfen.

73&55 Peter

Funke im 11 Meter Band seit 1987
:wave: Ein Fataler Irrtum auf Grund eines Herstellers ließ mich falsche Schlüsse zu einer Guten Sache ziehen, daher auch
auf PMR446 und Freenetfunk 149Mhz
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#6

Gibt es zugelassene PMR446 Geräte, die sich innerhalb der erlaubten Kanäle programmieren lassen, also unterschiedliche Sende/Empfangsfrequenz zur Benutzung einer Relaisfunkstelle?

73 Achim (13HN465)
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#7

Klar geht das.
Das Tecom Duo kann im PMR Bereich empfangen und im Freenet Bereich senden(und umgekehrt)
Maas PT 120 U kann auch auf PMR unterschiedliche Sende und Empfangsfrequenzen programmieren.
Maas PT 555 kann das auch.
Alinco DJA 446 kann das auch...
Bei Wintec auch möglich.
Und diverse andere Geräte.

Bei Tecom Duo sind es unterschiedliche Sendefrequenzen,das geht ganz gut.
Bei "nur" PMR ist das aber sinnfrei,da die Kanaltrennung das verhindert(zublocken oder Stopfeffekt)
Da liegen die Frequenzen zu nah zusammen.

Walter
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#8

Zitat:Wasserbueffel schrieb:
Das Tecom Duo kann im PMR Bereich empfangen und im Freenet Bereich senden(und umgekehrt)
Das Wechselsprechen über zwei verschiedene Bänder ist "Crossband-Repeating"
Das meine ich nicht.

Zitat:Maas PT 120 U kann auch auf PMR unterschiedliche Sende und Empfangsfrequenzen programmieren.
Ja das meine ich.

Zitat:Bei Tecom Duo sind es unterschiedliche Sendefrequenzen,das geht ganz gut.
Bei "nur" PMR ist das aber sinnfrei,da die Kanaltrennung das verhindert(zublocken oder Stopfeffekt)
Da liegen die Frequenzen zu nah zusammen.
Das Problem wäre beim gleichzeitigen Senden und Empfangen auf einem Band gegeben.
Diese geht nur bei bestimmten digitalen Funkgeräten, aber nicht bei analogen Funkgeräten. Aber es geht ja um das wechselseitige Senden und Hören auf verschiedenen Frequenzen.

Eine Relaisfunkstelle hat spezielle Maßnahmen, um das schwache Eingabesignal gleichzeitig auf der Ausgabefrequenz ausgeben zu können, obwohl beide Frequenzen relativ dicht beieinander liegen.

Im Falle des PMR-Relais im Taunus macht dies genau das.
Das die Sende- und Empfangsfrequenz nur 200khz auseinander liegen, ist der Sender rund 20m vom Empfänger entfernt. Gleichzeitig ist die Sende- und Empfangantenne in einem ganz bestimmten Abstand zueinander angeordnet, um nochmal eine weitere Entlastung des Empfängers zu erreichen.

73 Achim (13HN465)
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#9

Zitat: Santana51 schrieb Das Problem wäre beim gleichzeitigen Senden und Empfangen auf einem Band gegeben.
Diese geht nur bei bestimmten digitalen Funkgeräten, aber nicht bei analogen Funkgeräten. Aber es geht ja um das wechselseitige Senden und Hören auf verschiedenen Frequenzen.

Eine Relaisfunkstelle hat spezielle Maßnahmen, um das schwache Eingabesignal gleichzeitig auf der Ausgabefrequenz ausgeben zu können, obwohl beide Frequenzen relativ dicht beieinander liegen.

Im Falle des PMR-Relais im Taunus macht dies genau das.
Das die Sende- und Empfangsfrequenz nur 200khz auseinander liegen, ist der Sender rund 20m vom Empfänger entfernt. Gleichzeitig ist die Sende- und Empfangantenne in einem ganz bestimmten Abstand zueinander angeordnet, um nochmal eine weitere Entlastung des Empfängers zu erreichen.

Hallo Achim
Auf PMR446, Kanal 1 und 16 (200 kHz) ginge das ganze schon unter gewissen Abständen zwischen Ein und Ausgabe. Im Free 149 MHz nicht möglich 75 kHz zwischen Kanal 1 und 6.
Sinn macht das aber erst, wie schon so oft erwähnt, wenn man richtige Antennen anbringen darf sowohl im Free 149 wie auch PMR446 (Feststation Betrieb). Es ist dabei völlig egal ob Mobil, Hand oder Fest Funkgeräte, wichtig ist ein Feststation Betrieb ( Hochantennen Netzteil) erlaubt sind und nicht nur mit 0,5 bzw 1 Watt sondern mindestens
2-6 Watt ERP und nicht diese uneffektiven Stümmelchen Antennen.
Erst dann können wir z.B auch über einen weitere technische Möglichkeit wie Cross-Band Betrieb Eingabe 149/Ausgabe 446 reden, wo der Abstand Frequenz mäßig noch größer ist, schuldging das ich mich immer wieder wiederhole, das wird eher nie nie niemals passieren.

73&55 Peter

Funke im 11 Meter Band seit 1987
:wave: Ein Fataler Irrtum auf Grund eines Herstellers ließ mich falsche Schlüsse zu einer Guten Sache ziehen, daher auch
auf PMR446 und Freenetfunk 149Mhz
testweise 433/434 Mhz
Geboren in Heidelberg am schönen Neckar
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#10

@Peter.
Jetzt reicht es aber langsam mit den "Stummelantennen".....
Viele Leute sind dran interessiert nur kurze Verbindungen zu haben,lass Sie doch einfach.
Jeder kennt mittlerweile Deine Meinung.
Irgenwann muss es auch mal gut sein damit.

@Achim.
Wechelsprechen auf unterschiedlichen PMR oder Freenet Kanälen geht.
Aber ist das sinnvoll? Dann bleiben nicht viele freie Kanäle über.
Und wenn Du gerufen wirst hörst den ja nicht(Wenn so gewollt ist was Anderes)
Lass Dir mal von Relaisverantwortlichen erzählen was so ein Filter kostet
der innerhalb 1 MHZ gut trennen muss.
In Durmersheim auf der Messe hatte ich mich mal mit Jemanden unterhalten können der so etwas
schon verbaut hat.
Vierstellige Preise!!!!

Walter
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